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Donnerstag, 27. Februar 2014

Beliebteste Posts 2013

In 2013 war es auf meinem Blog sehr leise. Irgendwie wurden meine Zeit und meine Energie im vergangenen Jahr zu knappen Ressourcen. Nun hoffe ich, dass ich mich künftig meinem Blog wieder verstärkt widmen kann, denn ich tue es ja sehr gerne. :-)

Vor diesem Hintergrund wundert es mich gar nicht, dass der meistgeklickte Post 2013 bei Beauty Oracle eigentlich aus 2012 stammt. Hier nun die Top 3, die Ergebnisse entnahm ich übrigens Google Analytics.

1. Platz

Inglot O2M Nail Enamel 643 - der erste atmungsaktive Nagellack worldwide


2. Platz

Preview: Dr. Hauschka "Dear Eyes..." Limited Edition für Frühjahr / Sommer 2013

Quelle: Dr. Hauschka

3. Platz

Kontrollierte Naturkosmetik und Tierversuche, Teil 2 - Stellungnahme von LOGOCOS

Auch der Post Nummer 3 stammt aus 2012, als LOGOCOS noch auf dem chinesischen Markt präsent war. Mittlerweile zog sich das Unternehmen aus China zurück (hier nachlesen).


Mittwoch, 26. Februar 2014

Auch lavera zieht sich vom chinesischen Markt zurück

Vor einigen Wochen, kurz nachdem die Nachricht vom Rückzug von LOGOCOS aus China die Runde machte, erfuhr ich bei Erbse, dass auch lavera den Entschluss fasste, den Export nach China sofort einzustellen und zwar für solange, bis die Tierversuchsfreiheit für alle (kosmetischen) Produkte garantiert ist. Eine ausführliche Stellungnahme zu diesem Thema wurde auf der Website von lavera veröffentlicht (hier klicken).

Ferner verspricht lavera, ähnlich wie auch LOGOCOS, sich für das Ziel der Tierversuchsfreiheit in China weiterhin stark einzusetzen und es aktiv voranzutreiben. Ausserdem entnahm ich der Stellungnahme von lavera die Information, dass die chinesische Regierung vorhat, ab Juni 2014 erste gesetzliche Anpassungen vorzunehmen. Demnach sollen zumindest Shampoos und Parfüme nicht mehr an Tieren getestet werden müssen. Das freut mich und stimmt mich doch etwas optimistischer als die Einschätzung der Lage, die LOGOCOS in ihrer Pressemitteilung verlauten liess.

Ich freue mich über die Entscheidung von lavera und darauf, dass Produkte dieser Marke den Weg auf meine persönlichen Wunsch- und Einkaufslisten wieder zurück finden.

Und was meint Ihr?


LOGOCOS zieht sich vom chinesischen Markt zurück

Das Thema der Tierversuche in der Kosmetikindustrie beschäftigt mich sehr und zieht sich wie ein roter Faden durch den Blog hindurch. Es macht mich jedes Mal glücklich, wenn ich etwas Positives zu diesem Thema zu vermelden habe. Zugegebenermassen ist die Nachricht vom Rückzug von LOGOCOS aus China nicht mehr neu, dadurch aber nicht weniger erfreulich.

Nach eigener Aussage versuchte LOGOCOS auf die Behörden in China positiven Einfluss zu nehmen und die Einführung von tierversuchsfreien Verfahren zum Testen von Kosmetik zu bewirken. Nachdem es klar wurde, dass die Umstellung auf alternative Testmethoden in absehbarer Zeit nicht gelingt, wurde als Konsequenz die Rückzugsentscheidung getroffen. Bereits zum 1. Dezember 2013 zog sich LOGOCOS mit allen dazugehörigen Marken (LOGONA, SANTE, Heliotrop, FITNE) aus dem chinesischen Markt zurück.
Die vollständige Stellungnahme bzw. Pressemitteilung findet man auf der Homepage des Unternehmens.

Ich gebe zu, diese Nachricht rief bei mir eine grosse Freude und Erleichterung hervor. Ich denke, dass mit dieser Entscheidung ein richtiges und wichtiges Zeichen seitens LOGOCOS gesetzt wurde. Und persönlich werfe ich nun öfter ein Auge auf Produkte von LOGONA und SANTE, denen ich bislang den Rücken zukehrte.

Eines bereitet mir dabei jedoch Kummer. Wie es aus der Pressemitteilung von LOGOCOS hervorgeht, scheinen die chinesischen Behörden auf ihren gesetzlichen Regelungen zu Tierversuchen weiterhin zu beharren. Ich finde es äusserst traurig und frustrierend, dass in einem so grossen und bedeutenden Markt wie China Tierversuche für Kosmetik immer noch gesetzlich vorgeschrieben bleiben und dass da offensichtlich immer noch kein Licht im Tunnel zu sehen ist.

Was denkt Ihr darüber? Über Eure Meinungen und Kommentare würde ich mich wie immer sehr freuen.


Dienstag, 25. Juni 2013

ILIA Beauty und meine Hasenparanoia

ILIA Beauty ist eine amerikanische Naturkosmetikmarke, auf die einige meiner Lieblingsbloggerinnen schwören. Ich hörte und las so viel Gutes über ILIA, dass mein Interesse für die Marke stätig stieg. Spätestens als Princess mich darauf hinwies, dass ILIA kein Karmin einsetzt, wuchs in mir die Lust und der Entschluss, ein paar Produkte auszuprobieren. Und so stöberte ich im Internet auf der Suche nach Anregungen und Informationen. Auf der Homepage von ILIA fand ich die Information, dass Produkte der Marke die Zertifizierung des "Springenden Hasen" tragen. Dies erfreute mich sehr, da ich persönlich dem "Leaping Bunny" am meisten vertraue, wenn es um internationale "Tierversuchsfreiheitssiegel" geht.

Allerdings muss ich zugeben, dass ich nach meiner Deborah Lippmann Enttäuschung im Bezug auf Hasensymbole auf Produktverpackungen ziemlich paranoid wurde. Deswegen stattete ich der Homepage des "Springenden Hasen" einen Besuch ab, um mir die Bestätigung für die Zertifizierung von ILIA einzuholen. Leider fand ich den Namen aber nicht auf der Liste der zertifizierten Firmen. Und so schrieb ich beide Seiten an, also sowohl den Hersteller als auch das "Leaping Bunny" Programm, mit der Bitte um Erklärung. Von beiden Seiten bekam ich sehr schnelle Antworten. Bei ILIA schrieb man mir, man würde nicht verstehen warum man auf der Liste nicht auftaucht und man möchte nachforschen. Seitens des "Leaping Bunny" Programms erklärte man mir, ILIA hätte die Zertifizierung zwar beantragt, zum Abschluss des Prozesses würden jedoch noch einige Schritte fehlen und somit wäre das Unternehmen (noch) nicht autorisiert den Siegel zu tragen. Ich wünsche mir, es würde sich hierbei um ein Missverständnis handeln. Und doch bleibt da ein fader Beigeschmack, der die Freude an schöner Kosmetik trübt.

Vor allem weil dies eben kein Einzelfall zu sein scheint. Ähnlich verhält es sich doch bei butter LONDON, deren Nagellacke das springende Hasensymbol auch ohne Autorisierung tragen. Diese Tatsache entdeckte Erbse bereits vor über einem Jahr und auch heute noch ist diese Angelegenheit nach meinen neuesten Informationen immer noch nicht geklärt.

Was meint Ihr? Vermiesen Euch solche Geschichten auch die Lust an Eurem Hobby? Vertraut Ihr Hasensymbolen auf Produktverpackungen oder seid Ihr auch so paranoid wie ich?


Dienstag, 19. März 2013

EU-weites Verbot von Tierversuchen für Kosmetik

Es gibt gute Nachrichten für alle, die Wert auf tierversuchsfreie Kosmetik legen. Am 11. März 2013 trat das EU-weite Vermarktungsverbot von an Tieren getesteten Kosmetikprodukten und Inhaltsstoffen in Kraft. Folglich ist es ab sofort nicht mehr erlaubt, neue an Tieren getestete Produkte oder Inhaltsstoffe in die EU einzuführen. Zweifelsohne ist es ein sehr grosser Erfolg und ein Grund zur Freude für alle, denen das Thema Tierversuche am Herzen liegt.

Und dennoch bedeutet es kein Ende der Tierversuche. Denn die Kosmetikkonzerne können für ihre Produkte und Rohstoffe, die sie nicht in die EU einführen, weiterhin Tierversuche durchführen. Aber auch in der EU lässt das neue Verbot Interpretationsspielraum zu. Denn Rohstoffe, die auch anderweitig als nur für Kosmetik eingesetzt werden, können als Chemikalien eingestuft und somit an Tieren getestet werden. Mehr Hintergrundsinformationen zu dem Thema findet man bei Ärzten gegen Tierversuche.

Die Recherchen, ob nun ein Produkt oder eine Marke tierversuchsfrei ist oder nicht, sind also keineswegs obsolet und werden von mir selbstverständlich weiterhin fortgeführt. Meine beiden "Stempelhasen" können somit aus dem aktiven Dienst leider noch nicht entlassen werden.


Samstag, 12. Januar 2013

Beliebteste Posts 2012

Auf einigen meiner Lieblingsblogs las ich in letzten Tagen Beiträge über die meistgeklickten Posts des vergangenen Jahres. Dies weckte in mir die Neugier auch selbst nachzusehen, was sich hier bei mir am meisten Eurer Beliebtheit erfreute. Die Resultate finde ich spannend, wenn auch nicht sehr überraschend. Und hier sind sie, die meistgeklickten Posts 2012 bei Beauty Oracle.

1. Platz

Deborah Lippmanns Hasenlogo


2. Platz

Preview: Couleur Caramel "Tea Tac Time" Kollektion für Herbst / Winter 2012/13 

Quelle: Couleur Caramel

3. Platz

Preview: Festtags-Make-up 2012 von Dr. Hauschka 

Quelle: Dr. Hauschka

Anschliessend möchte ich den "grössten Verlierer" nicht gänzlich unerwähnt lassen, Goodbye essie landete nämlich auf dem vierten Platz und verpasste nur sehr knapp das Treppchen.


Mittwoch, 19. Dezember 2012

Urban Decay - Das Ende der Geschichte

Vor ungefähr einem halben Jahr verkündete Urban Decay die Absicht, auf den chinesischen Markt zu expandieren. Da in China Tierversuche für Kosmetik gesetzlich vorgeschrieben werden, sorgte diese Entscheidung für Aufregung und viele negative, enttäuschte Reaktionen bei den Kunden und in der Community. Immerhin gehörte der Verzicht auf Tierversuche bis dahin zu den wichtigsten Prinzipien der Firmenphilosophie, siehe Werbemotto “We don’t do animal testing. How could anyone?”. Einen Monat später zog Urban Decay die Entscheidung nach China zu expandieren zurück. Ich schrieb darüber hier und hier.

Ende November sorgte das Unternehmen erneut für Schlagzeilen. Urban Decay wurde nämlich von L'Oréal gekauft und dürfte somit endgültig von jeglichen "cruelty-free" Listen verschwinden. Ich erfuhr darüber bei der Erbse (hier nachzulesen).
Auch wenn ich diese Entwicklung wirklich traurig und sehr schade finde, so muss ich doch zugeben, dass mich die Nachricht nach all dem Hin und Her doch viel weniger schockierte als ich es erwartet hätte.

Und wie geht es Euch? Seid Ihr schockiert oder meint Ihr, es war abzusehen? Habt Ihr Vorschläge für einen tierversuchsfreien Ersatz für meine Urban Decay Eyeshadow Primer Potion?


Montag, 10. September 2012

Kontrollierte Naturkosmetik und Tierversuche, Teil 4 - Stellungnahme von Börlind

Vor einiger Zeit fragte ich bei mehreren deutschen Naturkosmetikfirmen nach, wie sie zu der Problematik der Tierversuche stehen, die in China von chinesischer Gesetzgebung für Kosmetikprodukte verlangt werden. Kürzlich erreichte mich eine Stellungnahme von Börlind, die ich Euch nicht vorenthalten möchte.


BÖRLIND nimmt Stellung zu möglichen Tierversuchen in China

Calw-Altburg, im August 2012

Seit 1993 liefert die BÖRLIND GmbH hochwertige, natürliche und hautverträgliche Kosmetik nach China. Dabei war immer davon auszugehen, dass die Registrierung der Produkte für den chinesischen Markt auf Grundlage der in Deutschland durchgeführten Wirksamkeits- und Verträglichkeitstests, die ganz klar ohne Tierversuche durchgeführt wurden, erfolgen würde.

Anfang 2012 wurde nun aufgedeckt, dass chinesische Behörden vor Registrierung eines Kosmetikprodukts von sich aus eigene Tierversuche in Auftrag geben können, was außerhalb unseres Einflussbereichs liegt.
Diese Praxis träfe konventionelle wie auch natürliche Kosmetikprodukte gleichermaßen und hat deshalb mit Recht kritische Verbraucher und die Medien auf den Plan gerufen.

Hierzu stellen wir folgendes fest:

1. Die BÖRLIND GmbH lehnt Tierversuche seit über 50 Jahren ab und hat folglich solche weder in Auftrag gegeben noch in Auftrag geben lassen. Hieran wird sich auch künftig nichts ändern.
2. Alle unsere Kosmetikprodukte wurden in Deutschland vor Markteinführung von unabhängigen Instituten wissenschaftlich auf ihre hohe Wirksamkeit und sehr gute Hautverträglichkeit mit Hilfe freiwilliger Testpersonen überprüft.
3. Diese Tests sind gut dokumentiert und wären somit für den chinesischen Markt völlig ausreichend.
4. Unseren chinesischen Importeur haben wir daher beauftragt, in unserem Namen die chinesischen Verantwortlichen davon zu überzeugen, die zusätzliche und unnötige Überprüfung zu unterlassen.
5. Nach Informationen der Tierschutzorganisation PETA soll zudem bis Herbst 2012 für die Volksrepublik China ein tierversuchsfreies Verfahren zur Überprüfung der Phototoxizität eingeführt werden, das an die Stelle von entsprechenden Tierversuchen tritt.
6. Sollte dies nicht der Fall sein, werden wir dann auch auf unsere Mitbewerber, auf Tierschutzorganisationen und auf die für China aktiven deutschen Politiker zugehen, um die Möglichkeit einer gemeinsamen Resolution und weiterer Maßnahmen zur positiven Einflussnahme auf die chinesischen Behörden in Sachen Tierschutz zu prüfen.


xxxxxxxxxxxxxxxx
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
BÖRLIND


Man gibt an, bei der Markteinführung in China von eventuellen Tierversuchen nicht gewusst zu haben und erst Anfang 2012 davon erfahren zu haben. Es stellt sich die Frage, die so alt wie die Menschheit ist, ob Unwissenheit vor Schuld schützt. Von Fall zu Fall ist diese nicht unbedingt einfach und eindeutig zu beantworten.

Wie immer sind Eure Kommentare, Meinungen und Gedanken herzlich willkommen.


Dienstag, 31. Juli 2012

Kontrollierte Naturkosmetik und Tierversuche, Teil 3 - Stellungnahme von Dr. Hauschka

Nach einer "Verschnaufpause" melde ich mit einem ernsteren Thema zurück, was mich und sicherlich auch einige von Euch zur Zeit beschäftigt. Es geht wieder um Tierversuche, die in China für Kosmetik gesetzlich vorgeschrieben werden.

Ich fragte bei einigen deutschen Naturkosmetikfirmen nach, wie sie zu dieser Problematik stehen. Gestern erreichte mich eine Stellungnahme von Dr. Hauschka, die ich mit Euch teilen möchte. Die spannendsten Passagen habe ich hervorgehoben.


Die Dr.Hauschka Kosmetik wird im Hause WALA Heilmittel GmbH hergestellt, einem Unternehmen, das seit 1935 Erfahrung im Umgang mit Natursubstanzen und in der direkten Naturpflege durch den biologisch-dynamischen Heilpflanzenanbau hat. Schon seit den Anfaengen der Dr.Hauschka Kosmetik im Jahr 1967 wie auch heute noch legen wir besonderen Wert auf die verantwortungsvolle und naturvertraegliche Entwicklung und Herstellung unserer Praeparate.

Dazu gehoert selbstverstaendlich, dass seit 1967 mit den Praeparaten der Dr.Hauschka Kosmetik weder durch uns noch in unserem Auftrag Tierversuche durchgefuehrt werden.

Bei der Verwendung neuer Rohstoffe, die wir erstmals in unseren Kosmetikpraeparaten einsetzen, fordern wir von unseren Lieferanten die Bestaetigung, dass weder durch den Lieferanten selbst, noch durch ein mit ihm in Verbindung stehenden Unternehmen, oder in seinem Auftrag nach dem 1. Januar 1998 fuer diese Rohstoffe Tierversuche durchgefuehrt wurden.

Die Entwicklung der Dr.Hauschka Kosmetik wird durch zahlreiche hausinterne Anwendungstests an Mitarbeitern begleitet. Zusaetzlich fuehren vor der Markteinfuehrung neuer kosmetischer Praeparate unabhaengige Institute in unserem Auftrag dermatologische Tests an freiwilligen Personen durch. Diese bestaetigen die gute Vertraeglichkeit unserer Praeparate.

Hohe Qualitaets- und Reinheitsanforderungen an Rohstoffe und strenge Kontrollen im Rahmen der Qualitaetspruefungen gewaehrleisten ein sehr hohes Mass an Sicherheit und Qualitaet unserer Praeparate.

Selbstverstaendlich werden wir auch in Zukunft fuer unsere Dr.Hauschka Kosmetikpraeparate keine Tierversuche durchfuehren oder solche in Auftrag geben.

Wir setzen uns im Rahmen des biologisch-dynamischen Heilpflanzenanbaus und der kontrolliert-biologischen Bewirtschaftung unseres Demeter-Hofes fuer einen menschenwuerdigen, nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgang mit den Tieren und unserer Mitwelt ein.

Wir stellen ein zunehmendes Interesse seitens des chinesischen Marktes an Dr.Hauschka Kosmetikprodukten fest. Das zeigt sich beispielsweise daran, dass unabhaengige Privatpersonen ueber die Online-Plattform Taobao.com (vergleichbar mit Ebay) Dr.Hauschka Kosmetikprodukte verkaufen. Wir bleiben jedoch unserem eingangs beschriebenen Grundsatz treu, weshalb Dr.Hauschka Produkte in China nicht im Geschaeft erhaeltlich sind. Es wird aber derzeit die Moeglichkeit eines Onlineversandes von Hong Kong aus geprueft, weil dort andere gesetzliche Bestimmungen gelten.

Wir versichern Ihnen, dass wir fuer die Hauschka Kosmetikprodukte auch weiterhin keine Tierversuche durchfuehren werden - auch nicht fuer den chinesischen Markt.


Ich muss zugeben, nach dem Durchlesen dieser Stellungnahme fühlte ich mich, als wäre mir ein Stein vom Herzen gefallen. Ich finde es hocherfreulich, dass Dr. Hauschka als Unternehmen seinen Grundsätzen treu bleibt und es trotzdem schafft, Kunden in China durch andere Kanäle zu erreichen.

Und ausserdem fand ich es sehr interessant zu erfahren, dass in Hong Kong andere gesetzliche Bestimmungen gelten, was den Kosmetikfirmen eventuell einen alternativen Marktzugang ermöglicht.

Was sagt Ihr dazu? Über Eure Kommentare und Meinungen würde ich mich sehr freuen, wie immer.


Montag, 9. Juli 2012

Urban Decay - Die Heimkehr des verlorenen Sohnes

Vor ziemlich genau einem Monat verkündete Urban Decay die Absicht, auf den chinesischen Markt zu expandieren, und verlor dadurch die "cruelty-free" Zertifizierung des "Leaping Bunny" Programms, weil in China Tierversuche für Kosmetik gesetzlich vorgeschrieben werden. Viele Kunden, mich inklusive, reagierten mit grosser Enttäuschung, die sie dann auch ganz offen kundtaten.

Gestern erfuhr ich, dass Urban Decay diese Pläne nun doch zurückzog und entschied, ihre Produkte erst dann in China zu vermarkten, wenn dies keine Tierversuche mehr erfordert. Infolgedessen erhielt Urban Decay den "cruelty-free" Status des "Leaping Bunny" Programms zurück, worüber ich auf der Homepage des "Springenden Hasen" las: klick

Die Stellungnahme von Urban Decay kann man auf der Website der Firma nachlesen: klick

Auch auf Blanc et Noir wurde darüber bereits berichtet: klick

Ich begrüsse diese Nachricht mit grosser Freude. Ich möchte nicht zu pathetisch erscheinen, aber irgendwie muss ich dabei an die biblische Geschichte vom verlorenen Sohn denken. Und ich freue mich sehr über die "Heimkehr" von Urban Decay.

Ich freue mich, dass Urban Decay nun doch "sauber" bleibt. Aber gleichzeitig freue ich mich auch darüber, dass man als Konsument durchaus Einfluss auf Unternehmensentscheidungen ausüben kann, was diese Geschichte nun mal eindeutig beweist.


Donnerstag, 5. Juli 2012

Kontrollierte Naturkosmetik und Tierversuche, Teil 2 - Stellungnahme von LOGOCOS

Die Problematik der Tierversuche in China beschäftigt mich weiterhin stark. Nur mal kurz zur Erinnerung: in China werden Tierversuche für Kosmetik gesetzlich vorgeschrieben. Urban Decay verlor die "cruelty-free" Zertifizierung des "Leaping Bunny" Programms und das Vertrauen einiger Verbraucher als das Unternehmen nach China expandierte. Gleichzeitig vermarkten einige deutsche Naturkosmetikmarken ihre Produkte mittlerweile auch in China und scheinen trotzdem das Vertrauen der Kunden weiterhin zu geniessen...

Ich fragte bei den deutschen Naturkosmetikfirmen nach. LOGOCOS sendete mir freundlicherweise eine Stellungnahme zu, die ich Euch nicht vorenthalten möchte.

Boykottieren oder sich engagieren?


Dass Tiere für die Schönheit leiden, ist für uns kaum mehr denkbar. Darüber freuen wir uns ganz besonders, denn das Unternehmen LOGONA, heute die LOGOCOS AG, engagiert sich seit der Gründung für ein Ende aller Tierversuche. In Europa wurde viel erreicht, aber es war auch in diesem Teil der Welt lange sehr schlecht um den Tierschutz und auch um den Umweltschutz bestellt.
 
Gehen wir für einen Moment zurück in die 1970er Jahre: Tierversuche sind allgegenwärtig, Flüsse sind mit Schwermetallen verseucht, gefährliche Pestizide massenhaft im Einsatz. In diesem Umfeld eröffnete der Heilpraktiker Hans Hansel Mitte der 1970er Jahre einen der ersten Naturkostläden in Deutschland und gründete mit LOGONA wenige Jahre später die erste Naturkosmetikmarke der LOGOCOS AG.  
Die Marke LOGONA steht von Anfang an für eine Kosmetik auf der Basis der Naturheilkunde, für den Respekt vor der Natur und der Kreatur. Tierversuchsfreiheit anzustreben in einer Zeit, die von Tierversuchen geprägt war, das bedeutete vor allem viel Engagement, um Bewusstsein zu schaffen, Mitstreiter und Multiplikatoren für die großen Ziele zu gewinnen. In der Hand hatte das Unternehmen nur die Entscheidung, selber keine Tierversuche in Auftrag zu geben. „Saubere“ Rohstoffe waren anfangs jedoch kaum zu bekommen. Der Kampf für ein Ende aller Tierversuche und für tierversuchsfreie Rohstoffe erforderte einen sehr langen Atem.
 
Neue Maßstäbe setzen, vorangehen, das hat – zusammen mit dem Engagement von immer mehr Menschen, Unternehmen und Organisationen– Europa verändert. Um nur einige Erfolge zu nennen: Seit 2004 sind Tierversuche mit kosmetischen Fertigprodukten verboten, die Flüsse sind sauberer, viele gefährliche Chemikalien wurden aus dem Verkehr gezogen und es können – ab bestimmten Zeitpunkten – verlässliche Garantien für die Tierversuchsfreiheit abgegeben werden. Dennoch gibt es auch hierzulande noch viel zu tun.
 
Was ist mit dem Rest der Welt? Außerhalb Europas sind Tierversuche vielfach noch so selbstverständlich wie einst in Europa. Solche Länder zu meiden, scheint die einzige angemessene Lösung zu sein. Es ist eine einfache Lösung, aber ist es auch die beste?
 
Boykottieren oder sich engagieren, das ist die Frage? LOGOCOS hat sich für einen Weg entschieden, der sich für Europa als sehr erfolgreich erwiesen hat. Wir stehen für das, was uns ausmacht, und wir engagieren uns dafür.
 
Mit Marken wie LOGONA, SANTE und HELIOTROP werden nicht nur Produkte exportiert, sondern ein umfassendes Wertesystem. Der Einsatz für ein Ende aller Tierversuche ist ein Eckpfeiler dieses Wertesystems. In Ländern präsent zu sein, die in so mancher Beziehung noch weit entfernt sind von europäischen Standards, heißt z. B., für die Wertigkeit der Produkte und für die Ziele, für die sie stehen, zu werben, Bewusstsein zu schaffen, zu überzeugen, Mitstreiter zu finden und Multiplikatoren.
 
In Europa sind viele Jahrzehnte vergangen bis Tierversuche – zumindest weitestgehend – verboten wurden. Ohne das jahrzehntelange Engagement von immer mehr Menschen gäbe es dieses Verbot wohl heute noch nicht und Europa sähe insgesamt anders aus.
 
Mit jedem Naturkosmetik-Produkt, das irgendwo auf der Welt gekauft wird, treffen Menschen eine Entscheidung: Zum Wohl ihrer Haut und ihrer Gesundheit, für den Natur- und Umweltschutz, mehr biologischen Anbau, für fairen Handel – und für ein Ende von Tierversuchen. Jede Veränderung beginnt mit dem allerersten Schritt, und sie muss dort beginnen, wo sie wirken soll – vor Ort, in den jeweiligen Ländern.


Hochachtungsvoll

xxxxxxxxxxxxxxxxx
LOGOCOS Naturkosmetik AG
Ltg. Marketing / Unternehmenskommunikation

Boykottieren oder sich engagieren? - das ist eine gute und berechtigte Frage. Und doch unterscheidet sich meiner Ansicht nach diese Stellungnahme kaum von der Argumentation von Urban Decay. Ich persönlich fände es inkonsequent, Urban Decay den Rücken zuzukehren und gleichzeitig andere Firmen zu unterstützen, die trotz des tierversuchsfreien Images ihre Produkte auch in China verkaufen.

Was meint Ihr? Ich würde mich freuen, wenn Ihr Eure Meinungen, Gedanken und Argumente mit mir und miteinander teilen würdet.


Samstag, 30. Juni 2012

Kontrollierte Naturkosmetik und Tierversuche

Vor ein paar Wochen expandierte Urban Decay nach China und verlor infolgedessen die "cruelty-free" Zertifizierung des "Leaping Bunny" Programms, da die chinesische Gesetzgebung Tierversuche für Kosmetik vorschreibt. Dieser Schritt sorgte für grossen Aufruhr in der Community. Auch ich reagierte enttäuscht und frustriert.

Und während ich mit Urban Decay eine weitere konventionelle Kosmetikmarke aus meinen Wunsch- und Einkaufslisten gedanklich verbannte, füllten sich mein Bad und mein Schminktisch immer mehr mit Naturkosmetikprodukten. Mit zertifizierter Naturkosmetik fühlte ich mich auf der "sicheren" Seite. Ich vertraute auf Naturkosmetiksiegel, wie die von BDIH oder Natrue, denn ich war überzeugt, dass sie unter anderem das Kriterium der Tierversuchsfreiheit beinhalten.

Bei einer Diskussion auf Blanc et Noir machte LPunkt darauf aufmerksam, dass einige der deutschen Naturkosmetikhersteller ihre Produkte auch in China anbieten. Nach kurzer Internetrecherche stellte ich fest, dass sowohl Weleda als auch Lavera, Logona und Börlind auf ihren Websites Adressen von chinesischen Niederlassungen oder Partnern angeben. Gleichzeitig sind sie alle entweder von BDIH oder von Natrue zertifiziert, soweit mir bekannt.

Ich muss zugeben, dass diese Entdeckungen grosse Zweifel in mir weckten. Ich bin etwas verwirrt und weiss nicht so recht, wie all das einzuordnen ist. Nach meinem derzeitigen Informationsstand müsste ich davon ausgehen, dass die Siegel von BDIH und Natrue keineswegs mit dem "Springenden Hasen" gleichzusetzen sind, was die Frage der Tierversuchsfreiheit angeht.

Etwa vor einer Woche schrieb ich die "betroffenen" Firmen sowie den BDIH an mit der Hoffnung, die Antworten würden ein wenig Licht in mein verunsichertes Hirn reinbringen. Bisher bekam ich leider nur eine Standardantwort von Weleda, in der auf meine konkrete Frage nicht wirklich eingegangen wurde. Der Rest der Angeschriebenen schweigt sich bislang aus.

Sofern ich etwas Neues höre, lese oder erfahre, werde ich selbstverständlich darüber berichten.
Die Hoffnung auf eine Klärung gebe ich nicht auf. Bis dahin bleibt mein Gefühl diesbezüglich trotzdem ein Mulmiges.

Eure Meinungen zu diesem Thema würden mich sehr interessieren. Vielleicht habt Ihr sogar Informationen oder Argumente, die meine Zweifel aus der Welt schaffen könnten? oder im Gegenteil, sie bestätigen?


Dienstag, 26. Juni 2012

Goodbye essie

Es war Herbst 2009. Die kleinen bunten Nagellackfläschchen mit der Aufschrift "essie" hielten Einzug in Douglas-Filialen deutschlandweit. Deutschsprachige Frauenmagazine standen Schlange, um Essie Weingarten zu interviewen und darüber zu berichten.

Auch an mir ging der Hype nicht spurlos vorbei. Die Erfolgsgeschichte und die Persönlichkeit von Miss Weingarten fand ich (und finde immer noch) beeindruckend und inspirierend. Den Rest taten ihre Produkte. Und so wurde ich ziemlich schnell Feuer und Flamme für die kleinen süssen essie Schätzchen.

Der erste essie Lack, der mich in die Knie zwang, war "Angora Cardi". Der erste, den ich kaufte, war "Chinchilly". Beide stammen aus der Herbstkollektion 2009 "Cuddle with Color". Fragt mich nicht, warum ich mir "Angora Cardi" erst viel später kaufte, denn ich weiss darauf keine Antwort. Mein zweiter essie Lack wurde "Mint Candy Apple" aus der Winterkollektion 2009/2010 "Sweet Time of the Year". Danach folgten weitere, viele viele weitere...

Beim Anblick der ersten Bilder einer jeden neuen essie Kollektion zitterte ich fast vor Aufregung und Begeisterung. Das Warten darauf erfüllte mich hingegen jedes Mal mit Sehnsucht. Aber Dinge ändern sich.

Irgendwann im Laufe des Jahres 2010 wurde Essie Cosmetics von L'Oréal aufgekauft. Darauf folgten viele Veränderungen, aber nicht sofort. Es war vielmehr ein Veränderungsprozess, der erst vor Kurzem abgeschlossen zu sein scheint.

Den neuen grossen und abgerundeten Pinsel begrüsste ich mit Freude. Die Preissenkung erfreute mich auch, gleichzeitig begegnete ich ihr mit ein wenig Skepsis und fragte mich, wie bei jeder Preissenkung, woher denn die Ersparnis resultieren möge. Den Einzug der essie Lacke bei dm begrüssten viele mit grosser Begeisterung.

Gleichzeitig wurde das ganze Vertriebskonzept für Deutschland völlig umgekrempelt und sogar eine deutsche essie Webpräsenz entstand. Nach dem neuen Konzept wird in Deutschland nur eine begrenzte Anzahl an Farben angeboten, ein Bruchteil dessen was essies Sortiment eigentlich zu bieten hat. Das finde ich alles andere als erfreulich. So wird der deutschen Kundin einer der grössten Vorteile von essie, und zwar die wundervolle riesige Farbpalette, komplett vorenthalten. Und so wird man bevormundenderweise vor Auslebung eigener Kaufgelüste "bewahrt".

Die Anzahl der limitierten Kollektionen wurde in den vergangenen Monaten ungefähr verdoppelt. Anfänglich freute sich darüber mein Nagellackherz, das von essie kaum genug haben konnte. Mit der Zeit verflog aber der Reiz der neuen Kollektionen immer mehr. Ich weiss nicht, ob der Grund dafür in meiner Übersättigung liegt, oder ob es den neuen essie Farben im Vergleich zu früher tatsächlich an Brillianz und Innovation fehlt. Ganz aktuell sind auch mal wieder zwei Kollektionen erhältlich "bikini so teeny" und "mirror metallics", die ich beide eher lauwarm als heiss finde.

Erschwerend kommt hinzu, dass L'Oréal, der grosse Bruder von essie, nicht gerade zu meinen liebsten Sympathieträgern gehört, unter anderem wegen der Tierversuchspolitik. Je offensichtlicher die Verbindung der beiden Firmen wird, desto schwerer fällt es mir, essie "lieb zu haben".

Es ändert nichts daran, dass ich grossen Respekt und Bewunderung für das Lebenswerk von Essie Weingarten hege. Es ändert auch nichts daran, dass ich meine alten essie Klassiker, die meine Schubladen überquellen, weiterhin schätzen und benutzen werde. Künftig werden aber wohl keine weiteren essie Fläschchen meine Sammlung bereichern.


Mittwoch, 20. Juni 2012

Deborah Lippmanns Hasenlogo

Deborah Lippmann wirbt auf ihrer Homepage damit, dass ihre Produkte big-3-free sind und nicht an Tieren getestet werden.

Neulich kaufte ich mir in einer Parfümerie zwei Nagellacke von dieser Marke. Beide tragen auf der Verpackung ein Hasensymbol mit der Aufschrift "not tested on animals", welches mir direkt bekannt vorkam. Eine kurze Internetrecherche bestätigte meine Vermutung, das Logo schon einmal gesehen zu haben.


Für mein blosses Auge sieht das Symbol bei Deborah Lippmann dem Hasenlogo der Organisation Choose Cruelty Free vollkommen identisch. Leider fand ich den Namen Deborah Lippmann aber nicht auf der Liste der von CCF zertifizierten Unternehmen. Also fragte ich bei CCF nach. Als Antwort wurde mir zurückgeschrieben, dass Deborah Lippmann CCF nie kontaktiert hätte und folglich von CCF nie zertifiziert worden wäre.

Ich muss zugeben, ich bin ziemlich sprachlos und etwas verwirrt. Ich wünsche mir, es würde sich dabei um ein Missverständnis handeln. Wenn man allerdings bedenkt, dass Erbse vor Kurzem eine ähnliche Entdeckung bei butter LONDON machte, befallen einen nur noch grössere Zweifel.


Freitag, 8. Juni 2012

Urban Decay geht nach China, um die Welt zu verbessern. Wir wünschen viel Glück und winken zum Abschied.

Urban Decay verkündete neulich die Absicht, den chinesischen Markt zu erschliessen. Infolge dieser Entscheidung muss Urban Decay in Kauf nehmen, dass ihre Produkte eventuell an Tieren getestet werden, um der chinesischen Gesetzgebung gerecht zu werden.

Nach dieser Bekanntgebung verlor Urban Decay die "cruelty-free" Zertifizierung des "Leaping Bunny" Programms: klick.
Das Statement von Urban Decay kann man auf ihrer Website nachlesen: klick.

Ich erfuhr darüber von der lieben Erbse, die bei diesen Themen immer am Ball bleibt: klick.

Ich fühle mich tief enttäuscht und bin sehr traurig. Denn ich mochte Urban Decay sehr, nicht zuletzt wegen der Firmenphilosophie.

Laut eigener Aussage möchte Urban Decay nach China expandieren, um dort vorort für Frauenrechte und gegen Tierversuche zu kämpfen.

Dabei frage ich mich, wie man gegen Tierversuche kämpfen will, indem man diese durchführen lässt???...

Für mich persönlich verlor der Name Urban Decay durch diese Entscheidung, und vor allem durch die Begründung dieser Entscheidung, komplett an Glaubwürdigkeit. Ich kann Urban Decay mein Vertrauen nicht mehr schenken und möchte die Firma nicht mehr unterstützen. Folglich werde ich keine Produkte von Urban Decay mehr kaufen.

Als Schlusswort möchte ich an den "alten" Werbeslogan von Urban Decay erinnern: “We don’t do animal testing. How could anyone?”


Donnerstag, 8. März 2012

Estée Lauder, Oscar Wilde und die Suche nach einem "grausamkeitsfreien" Beautygewissen

Das Thema der Tierversuche in der Kosmetikindustrie wird viel und teilweise sehr kontrovers diskutiert. Aber letztendlich entscheidet jeder für sich selbst, wie er/sie damit umgeht.

Allerdings finde ich, dass die Entscheidung gegen Tierversuche noch bis vor Kurzem eine leichte war. Denn unter den grossen weltführenden Kosmetikkonzernen, die die schwarze Liste von PETA schmücken, gab es schon seit Ewigkeiten mindestens einen mit einer "weissen Weste" und zwar Estée Lauder. Estée Lauder führte seit vielen Jahren keine Tierversuche durch und schien auf der Positivliste der PETA Wurzel geschlagen zu haben. So konnte man als Konsument ruhig schlafen, ohne sich Gedanken um sein Gewissen zu machen und ohne sich wirklich in Verzicht üben zu müssen. Denn Estée Lauder bietet alles, was das Herz eines Otto-Normal-Beautyjunkies begehrt - wunderschöne, qualitativ hochwertige Kosmetik von Mainstream bis Luxus.

Umso tiefer war meine persönliche Enttäuschung als ich neulich erfuhr, dass Estée Lauder auf der schwarzen Liste von PETA landete. Zuerst las ich darüber auf Blanc et Noir bei der lieben Erbse (und zwar genau hier), dann las ich den Bericht von PETA und die Stellungnahme von Estée Lauder. Es ist nicht so, dass ich die Beweggründe des Unternehmens nicht verstehen würde. Trotzdem ändert dies nichts daran, dass mein Bauchgefühl dabei ein mieses bleibt. Ich fühle mich als Kundin enttäuscht und verraten.

Und plötzlich ist die Entscheidung gegen Tierversuche nicht mehr so leicht. Denn wer auf den Urteil von PETA vertraut, der sollte Estée Lauder den Rücken kehren. Das bedeutet aber ein Leben ohne MAC, Bobbi Brown, Clinique und und und... Die Versuchung ist nicht gerade klein.

Oscar Wilde sagte mal "Der einzige Weg, eine Versuchung loszuwerden, ist, ihr nachzugeben." Ich finde, es ist ein kluger Rat für viele Lebenslagen. Aber nicht für diese. In diesem Fall habe ich nicht vor, der Versuchung nachzugeben.

Mich würde stark interessieren, wie andere Beautybegeisterte mit diesem Thema umgehen. Macht Ihr Euch darüber Gedanken? Richtet Ihr Euch nach PETA-Listen oder anderen Siegeln? Oder seid Ihr einfach viel zu süchtig nach MAC? ;-)