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Freitag, 5. Oktober 2012

essie "good to go"


Once upon a time in einer Douglas-Filiale, lange bevor ich den Sinn der Nutzung von Base- und Topcoats begriff, traf ich bei einem Nagellackeinkauf auf eine tüchtige Verkäuferin, die mir weismachte, ich müsste unbedingt essie "good to go" kaufen. Ihren engagierten Monolog über die Vorzüge des genannten Topcoats beendete sie mit drei Sätzen, die sich in mein Gedächtnis einbrannten: "Ich benutze ihn auch. Wir alle hier benutzen ihn. Sie werden ihn lieben!". Dabei wedelte sie mir mit ihren perfekt lackierten, unverschämt glänzenden, roten Nägeln vor der Nase.

Ja, ich kaufte ihn. Und ja, sie hatte recht, ich liebte ihn heiss und innig. Zumindest solange bis das Fläschchen nur noch halbvoll war und die verbliebenen Produktreste zu einem müffelnden, klebrigen, dickflüssigen Etwas mutierten, das mit meinem herrlichen, geliebten Überlack nichts mehr wirklich gemein hatte.
Ich dachte "Pech!" und kaufte ein weiteres Fläschchen. Als dieses jedoch das gleiche Schicksal ereilte sobald es halbleer war, erkannte ich ein Muster und vermutete langsam eine Verschwörung.

Ich startete einen letzten Rettungsversuch mit Hilfe eines Verdünners, der jedoch nicht fruchtete. Ich brauchte sehr viele Tropfen, um die seltsame Masse wieder flüssig zu bekommen und das Resultat ähnelte nicht mal annährend dem Original. Mein essie "good to go" war nicht mehr gut zu mir. Er war nicht mal mehr good to go, höchstens nur noch good to throw away.

Zur Zeit bin ich auf der Suche nach einem würdigen (und tierversuchsfreien) Ersatz, der mich nicht so schnell im Stich lässt. Denn eines muss ich essie "good to go" lassen, im nicht kontaminierten Zustand kann er alles, was meiner Ansicht nach ein Traumüberlack können sollte:
  • er garantiert ultraschnelle Trocknungszeit, wirklich - die schöne Tugend namens Geduld kann nun abgeschafft werden
  • er verlängert deutlich die Haltbarkeit
  • er gibt Glanz! aber sowas von!


Eine höchstbrisante zweiteilige wissenschaftliche Abhandlung über Überlacke und Verdünner verfasste übrigens vor nicht sehr langer Zeit die liebe Jettie von Give the Bitch her Chocolate - hier und hier nachzulesen.

Und was für Unter- und Überlacke benutzt Ihr so?


Dienstag, 14. August 2012

Inglot O2M Nail Enamel 643 - der erste atmungsaktive Nagellack worldwide

"I only wanted to see you laughing in the purple rain."
Prince

Vor einiger Zeit lancierte Inglot die ersten atmungsaktiven Nagellacke auf dem Markt. Ich kann nicht behaupten, dass diese angeblich revolutionäre Innovation sich mir auf Anhieb erschliesst. Möglicherweise passte ich damals in der Schule nicht gut genug auf, aber irgendwie merkte ich mir, dass Nägel aus Hornzellen bestehen, ähnlich wie Pferdehufe, und gar nicht atmen können.

Nichtsdestotrotz war ich von Anfang an ganz scharf darauf, die neuen Inglot Lacke auszuprobieren, nicht zuletzt wegen der schönen Farbauswahl (beeindruckende Farbpaletten ist man ja von Inglot gewohnt) und des extrem schicken Fläschchendesigns.

Um dem Nagellack die Chance einzuräumen, seine innovative Wirkung in vollem Umfang entfalten zu können, kaufte ich eine atmungsaktive Base O2M Breathable Base und einen atmungsaktiven Topcoat O2M Breathable Top Coat gleich mit.


Sowohl die Farblacke aus der O2M Serie als auch die dazugehörige Base und der Topcoat sind big-3-free. Ob sie vegan sind, weiss ich leider nicht. Es gelang mir nämlich nicht, eine Liste der veganen Produkte von Inglot zu erhalten, trotz mehrmaligen Nachfragen.
Die Auflistung der Inhaltsstoffe der drei Lacke überfordert mich zugegebenermassen total. Wer sich bei dieser Menge an Inhaltsstoffen nicht wie ich erschlagen fühlt, kann das untere Bild zum Vergrössern gerne anklicken.


Obwohl ich von der innovativen atmungsaktiven Wirkung nichts wirklich mitbekam, bin ich von dem O2M Breathable Nail Enamel mit der Nummer 643 restlos begeistert. Dies liegt an dem absolut wunderhübschen Violett mit dem Metallic-Schimmer-Finish, welches ich als zeitlos schön empfinde. Aber seht selbst.

Inglot O2M Breathable Base, 2 Schichten Inglot O2M Nail Enamel 643, Inglot O2M Breathable Top Coat

Die Qualität der Nagellacke aus der O2M Serie (ich besitze noch zwei weitere Farben) finde ich gut. Die Lacke lassen sich dank des relativ breiten, handlichen Pinsels gut auftragen. Auch über Deckkraft und Haltbarkeit lässt sich nicht meckern. Allerdings habe ich bei diesen Lacken öfters Probleme mit Bläschenbildung, was das durchweg positive Bild etwas trübt.

Mit der Qualität der Base und des Topcoats bin ich an sich uneingeschränkt zufrieden. Allerdings entspricht der Topcoat nicht meinen persönlichen Vorlieben, da ich schnelltrocknende Überlacke definitiv bevorzuge. Diese Eigenschaft weist der O2M Breathable Top Coat von Inglot jedoch leider nicht auf.